Ausbreitung von AIDS und HIV

Dieser Text ist ein Auszug aus dem Buch  „AIDS – Herkunft, Verbreitung und Heilung“. Das vollständige Buch können Sie als E-Book (pdf, E-Pub) im Shop erwerben.


3.1            Seuchenbehörde der USA vorinformiert

Es hat bisher keine Epidemie solchen Ausmaßes gegeben, die so frühzeitig entdeckt wurde wie die AIDS-Massenerkrankungen. Sie wurden bereits eine Katastrophe genannt, als ein seuchenhaftes Ausmaß noch gar nicht erreicht war. In einem für die Medizingeschichte beispiellosen Tempo wurden nicht nur Verbreitungswege dieser offiziell bis dahin unbekannten Krankheit beschrieben, sondern auch der für Menschen neuartige Erreger benannt.

3.2            Pneumocystis carinii-Lungenentzündung in Los Angeles

Am 5. Juni 1981 erschien im Morbidity and Mortality Weekly Report (MMWR), dem Mitteilungsblatt der USA-Seuchenkontrollbehörde Centers for Disease Control, ein Bericht unter dem Titel „Pneumocystis Lungenentzündung – Los Angeles“[149]. Dieser Bericht war der publizistische Startschuß der folgenden AIDS-Massenerkrankungen. Maßgeblicher Verfasser war ein Wissenschaftler der University of California in Los Angeles, Michael S. Gottlieb. Der Beitrag beginnt mit dem denkwürdigen Satz: „Zwischen Oktober 1980 und Mai 1981 wurden fünf junge Männer, alle aktive Homosexuelle, an drei verschiedenen Krankenhäusern in Los Angeles, Kalifornien, an Pneumocystis carinii-Lungenentzündung behandelt, die durch Biopsie bestätigt worden war.“

Neben Pneumocystis carinii-Lungenentzündung litten die fünf Männer an zwei weiteren Infektionen, die durch den Pilz Candida albicans und das Cytomegalievirus ausgelöst worden waren. Die vier ersten waren von atypischen Mykobakterien des Mycobacterium-avium-Komplex befallen[150]. Diese Erreger waren viel seltener und bemerkenswerter als Pneumocystis carinii, Candida und das Cytomegalievirus. Aber sie werden bis 1982 noch nicht einmal erwähnt. Die Bedeutung, die der Pneumocystis carinii-Lungenentzündung beigemessen wird, bedarf einer Erklärung. Sie wird in dem Beitrag aber nicht geliefert. Die Patienten waren 29 bis 36 Jahre alt. Dieser Altersabschnitt wird mit ‘erwachsen’ bezeichnet, im alltäglichen Sprachgebrauch ebenso wie in der medizinischen Fachsprache. Bisher waren fast ausschließlich Kinder an PCP erkrankt. Das Adjektiv „jung“ für die fünf Männer war also irreführend. Auffallend ist weiterhin die Darstellung von Einzelheiten des Geschlechtslebens („alle aktive Homosexuelle„). Später heißt es, daß kein Patient einen der anderen kannte und daß keiner gemeinsame Bekannte mit einem der anderen Erkrankten oder Kontakt zu jemand hatte, der an einer ähnlichen Erkrankung litt. Die Patienten hatten keine vergleichbare Geschichte geschlechtlich übertragener Krankheiten. Von zweien wird berichtet, sie hätten „häufig homosexuellen Kontakt mit verschiedenen Partnern“. Aus welchem Grunde kommen die Autoren dazu, die geschlechtliche Neigung dieser fünf Patienten zu erforschen und zu beschreiben? Es gab bis zu diesem Zeitpunkt keinen Bericht, daß Pneumocystis carinii-Lungenentzündung oder Schwächung der Abwehrkräfte geschlechtlich übertragbar seien. Die Centers for Disease Control erklärten in einer Anmerkung zu dem Gottlieb-Artikel, als Ursache für die Fehlfunktion der zellulären Abwehr müsse eine gemeinsame „Exposition“ angenommen werden, die Einzelpersonen für opportunistische Infektionen empfänglich mache. Bei „zuvor gesunden homosexuellen Männern mit Atemnot und Lungenentzündung“ sollten Ärzte in Zukunft Pneumocystis carinii-Lungenentzündung als Ursache in Betracht ziehen. Eine solche Aufforderung konnten zum damaligen Zeitpunkt nur Wahrsager oder Personen mit geheimen Informationen machen.

3.2.1    Hautkrebs Kaposi-Sarkom in New York

Einen Monat später, im Juli 1981, erscheint unter dem Titel „Kaposi’s Sarcoma and Pneumocystis Pneumonia Among Homosexual Men – New York City and California“ ein weiterer Bericht der Centers for Disease Control im MMWR[151]. Darin werden 26 Fälle von Kaposi-Sarkom, der zweiten wichtigen Signalkrankheit von AIDS, vorgestellt. Von den 26 Erkrankten stammten 20 aus New York. Den ersten im eigentlichen Sinne wissenschaftlichen Beitrag über „Kaposi-Sarkom bei homosexuellen Männern“ bringt am 19. September 1981 die Fachzeitschrift Lancet[152]. Er befaßt sich mit den Krankengeschichten von acht Männern. Die Autoren versuchen darin zu begründen, warum das zwar seltene, aber nicht unbekannte Kaposi-Sarkom bei diesen Betroffenen als neuartige Krankheit zu gelten habe.

Als erstes Argument wird angeführt, daß im Gegensatz zu früheren Erkrankungen jetzt jüngere Männer betroffen seien. Das ist falsch: In seiner Beschreibung der Krankheitsbilder von sechs Personen, durch die die Krankheit 1872 erstmals klassifiziert und in die Medizingeschichte eingeführt wurde, nennt der österreichische Arzt Moriz Kaposi einen 45-, einen 40- und einen achtjährigen Patienten[153]. Die acht New Yorker Patienten waren zwischen 27 und 45 Jahre alt. Ferner äußern die Lancet-Autoren die Ansicht, daß die Hauterscheinungen nicht mehr vorrangig an den unteren Gliedmaßen, sondern am ganzen Körper auftreten. Doch auch damit werden die Beobachtungen Kaposis nicht korrekt wiedergegeben. Kaposi hatte benannt: Füße, Hände, Kinn, Wange, Oberlippe (Patient 1); Fußsohlen, Hände, Arme, Augenlider, Nase, Darm (Patient 2); Fußsohle links beziehungsweise Unterschenkel (Patienten 3,4 und 5; über den sechsten Patienten hatte Kaposi keine besonderen Angaben gemacht). In Lancet werden dazu bei Diagnosestellung genannt: Kopf (Patient 1); Kopf, Rumpf, Arm (Patient 2); Kopf, Rumpf, Arme (Patient 3); Rumpf, Arme, Beine (Patient 4); Brust, Arme (Patient 5); Rumpf, Arme, Beine (Patient 6); Rumpf, Arme, Beine (Patient 7) sowie Kopf, Rücken (Patient 8). Die im Vergleich zu Kaposis Beobachtungen geringfügigen Unterschiede im Lancet rechtfertigen nicht den Bericht in einer wissenschaftlichen Zeitschrift über eine angeblich neuartige Krankheit. Auch jene Behauptung, wonach „die Erkrankung“ (bei erst acht Patienten bereits zu diesem Zeitpunkt in der Einzahl so bezeichnet) einen aggressiveren Verlauf nehme, ist falsch. Statt acht bis 13 Jahre bleibe dem Patienten oft nur eine Überlebenszeit von weniger als zwanzig Monaten. Denn auch dies ist nicht neu: Von Kaposis sechs Patienten ging einer nach zwei Monaten zum Sterben nach Hause, einer verstarb nach sechs Wochen, einer nach einem Jahr. Kaposi schätzte: „Die Krankheit führt zum Tode, und zwar innerhalb einer kurzen Frist von zwei bis drei Jahren.“ Von den acht Lancet-Patienten waren vier nach 30 Monaten tot; vier lebten, zwei von ihnen waren zur Zeit der Veröffentlichung geheilt. Einer von beiden, ein „34jähriger Italiener„, wird 1990 in einer Studie[154] als Beispiel für eine mild verlaufende Form von Kaposi-Sarkom ohne HIV-Infektion und ohne Störung des Verhältnisses zwischen Helfer- und Unterdrückerzellen aufgeführt. Weder die Zahl oder das Alter der Patienten, noch die betroffenen Körperteile oder die Gefährlichkeit der Erkrankungen boten unvoreingenommenen MedizinerInnen Anlaß, von einer neuartigen Krankheit zu sprechen. Bleibt die Homosexualität der „jungen“ Männer. Da Kaposi-Sarkom zu 95% bei Männern vorkommt und da die acht Erkrankungen von acht Ärzten und Ärztinnen in drei Spezialkliniken diagnostiziert wurden, ist es schon auffällig, daß den Untersuchenden eine geschlechtliche Orientierung der Patienten überhaupt erwähnenswert schien. Auffällig auch, wie der „schwarze“ Patient geschildert wird: „Der einzige schwarze Patient in unserer Studie ist in Amerika geboren und war nie in Afrika gewesen.“ Er wird mit dem eine Unterrepräsentation nahelegenden Begriff „der einzige“ charakterisiert, obwohl jeder achte USA-Einwohner (etwa 12%) dunkler Hautfarbe ist. Nur bei dem Patienten dunkler Hautfarbe, nicht aber bei den anderen sieben, wird das Geburtsland erwähnt. Und nur bei ihm wird unterbliebenes Reisen nach „Afrika“ angeführt.

Früh wurde eine Spezialistengruppe, die „Task Force on Kaposi’s Sarcoma and Opportunistic Infections“, durch die Centers for Disease Control gegründet. Die Gruppe wird unter diesem Namen erstmals August 1981 in dem dritten MMWR-Beitrag[155] zu Fällen von Pneumocystis carinii-Lungenentzündung und/oder Kaposi-Sarkom erwähnt.

Centers for Disease Control benennen „Risikogruppen“

Die „Risikogruppen“ in zeitlicher Reihenfolge

AIDS ist in vielen Staaten nicht zu einer Massenerkrankung geworden. In den NATO-Staaten blieb für blaßhäutige Personen AIDS eine Krankheit, an der nahezu ausschließlich homosexuelle Männer, DrogenkonsumentInnen, Hämophiliepatienten und EmpfängerInnen von Bluttransfusionen erkranken. Menschen dunkler Hautfarbe stehen indes (siehe folgendes) in Gefahr, an AIDS zu erkranken. Die Centers for Disease Control begründeten die auffallende Ausbreitung mit dem Vorhandensein von „Risikogruppen“. Spätestens seit August 1981 war klar, daß nicht nur homosexuelle Männer von Kaposi-Sarkom und opportunistischen Infektionen betroffen sind. Der „Follow-Up on Kaposi’s Sarcoma and Pneumocystis Pneumonia“ nennt 95 homosexuelle und sechs heterosexuelle Männer sowie eine Frau, die bis zu diesem Zeitpunkt ohne erkennbare Ursache an Kaposi-Sarkom/opportunistischen Infektionen erkrankt waren[156]. Schon in dem ersten Bericht war erwähnt worden, daß einer der fünf Pneumocystis carinii-Lungenentzündung-Kranken intravenös Drogen einnähme[157]. Seit Juni 1982 gehört die Frage nach Drogen zum offiziellen Fragenkatalog[158]. Aber eine Frage nach eventuellem Drogenkonsum wird zu diesem Zeitpunkt allerdings nur für die 152 an Pneumocystis carinii-Lungenentzündung Erkrankten, nicht aber für die anderen Erkrankten gestellt und beantwortet. Erstmals wird bei der Beschreibung das Kriterium „Rasse“ verwendet, und zwar für „Weiße“, „Schwarze“ und „Hispanier“. Die Bezeichnung „Hispanier“ soll für BürgerInnen aus einem der Staaten Lateinamerikas gelten. Merkwürdig auch die Verteilung nach Hautfarbe: An Pneumocystis carinii-Lungenentzündung erkrankte homosexuelle Männer waren zu 68% „weiß“, heterosexuelle Männer nur zu 31% und Frauen zu 12,5%. (Auch bei weit höheren Erkrankungszahlen bleibt dieses Verhältnis bestehen; s. Kapitel 4.2).

Einen Monat später – im Juli 1982 – veröffentlichen die Centers for Disease Control einen Bericht, welcher die HaitianerInnen als in besonderem Maße von der neuen Krankheit betroffene „Population“ darstellt[159]. Bereits eine Woche später werden die Hämophiliepatienten als neue „Risikogruppe“ genannt, nachdem drei Fälle von Pneumocystis carinii-Lungenentzündung unter ihnen registriert worden sind[160]. Erstmals wird die Vermutung ausgesprochen, daß der Erreger möglicherweise auch mit Blutprodukten übertragen wird. Am 15. September 1982 schließlich ist die Einteilung der behaupteten Ausbreitung von AIDS vollständig. Unter dem Titel „Current Trends: Update on Acquired Immune Deficiency Syndrome (AIDS)-United States“ verwenden die Centers for Disease Control erstmals den in Zukunft gültigen Namen, behaupten, daß es sich um eine Epidemie mit hoher Zuwachsrate handele, nennen betroffene „Risikogruppen“ und liefern eine erste Falldefinition[161]. Die Einteilung in „Risikogruppen“ ist hierarchisch: Wer in einer der zuerst genannten Kategorien aufgelistet wird, wird, auch wenn er einer weiteren Gruppe zugeschrieben wird, in dieser nicht auch geführt. Zu diesem Zeitpunkt sind die Risiken in der hierarchischen Reihenfolge „Homo- oder Bisexualität“ (75%), „Intravenöser Drogenkonsum“ (13%), „Haitianische Herkunft“ (6%) und „Hämophilie“ (0,3%). Aber 5,7%  der Erkrankten werden von dieser Einteilung nicht erfaßt. Im Dezember 1982 wird erstmals von einem AIDS-Fall infolge einer Bluttransfusion berichtet[162]. Es handelte sich um einen Säugling, der Transfusionen von Blut, Roten Blutkörperchen und Blutplättchen erhalten hatte. Einer der Spender entwickelte später AIDS und starb im August 1982[163].

Ende 1982 veröffentlichten die Centers for Disease Control die Fallgeschichten von vier Kindern, die an schweren Infektionen und Immunschwäche erkrankt waren. Zwei Kinder stammten von haitianischen Eltern, deren Gesundheitszustand den Centers for Disease Control nicht bekannt sei. Die Mütter der anderen zwei konsumierten angeblich Drogen und waren an Immunschwäche erkrankt[164]. Anfang 1983 schließlich weisen die Centers for Disease Control zwei Frauen mit Immunschwäche vor, deren ständige Partner an AIDS erkrankt waren[165]. Während auf eine der Frauen die AIDS-Definition der Centers for Disease Control zutraf, hatte die andere nur geschwollene Lymphknoten und ein Helferzellen : Unterdrückerzellen-Verhältnis kleiner als 1. In der „Editorial Note“ zu dem Bericht betonen die Centers for Disease Control, daß es für AIDS offenbar einen infektiösen Erreger gebe, der auf dem Wege homo- und heterosexuellen Geschlechtsverkehrs übertragen werde. Bei vier von zwölf anderen Patientinnen, die weder Haitianerinnen noch drogenabhängig seien, handele es sich um die ständigen Sexualpartnerinnen von Männern, die intravenös Drogen einnähmen, heißt es zur weiteren Begründung der These[166]. Außer ihnen werden sechs Kinder erwähnt, von denen fünf an Pneumocystis carinii-Lungenentzündungen und eines an einer Infektion mit Mycobacterium-avium-intracellulare erkrankt waren. Weitere zwölf Kinder, von denen die Centers for Disease Control wußten, sollen an Immunschwäche gelitten haben, nicht aber an lebensbedrohlichen opportunistischen Infektionen. Ende 1982 gab es in den USA somit 22 Kinder, die an unerklärter Immunschwäche litten. Zehn von ihnen hatten Mütter, die intravenös Drogen gebrauchten, zwei Mütter waren haitianischer Herkunft. Bei den zehn weiteren wird kein „Risiko“ erwähnt.

Die AIDS-Theorie ist vollständig. Widersprüchliche Angaben über Ausbreitung

Im März 1983 sagen die Centers for Disease Control, gefährdet seien die folgenden: homosexuelle Männer, DrogenkonsumentInnen, HaitianerInnen, EmpfängerInnen von Blut oder Blutprodukten, GeschlechtspartnerInnen von AIDS-Kranken oder von Angehörigen einer der „Risikogruppen“ sowie Kinder von Müttern aus „Risikogruppen“. Die Verteilung der AIDS-Fälle sei wie die von Hepatitis-B, die geschlechtlich und durch verunreinigte Spritzen oder Blutprodukte übertragen werde[167]. Diese Behauptung mußte jedoch von den Schreibern selbst eingeschränkt werden, denn bis zu diesem Zeitpunkt war kein Fall von AIDS unter Krankenhauspersonal oder Laborangestellten festgestellt worden. Bei Hepatitis-B stellten diese Personen etwa 1/3 der Erkrankten. Bis dahin konnte keine andere Übertragung von Person zu Person festgestellt werden als die durch Intimkontakt oder durch Bluttransfusion, heißt es in dem Artikel[168]. Zu diesen bis Anfang 1983 benannten „Risikogruppen“ kamen 1984 hinzu: alle Menschen, die in der Karibik geboren sind und die größte „Gruppe“, alle Menschen, die in Afrika südlich der Sahara geboren sind.[169]

Menschliche Immunschwächeviren in Affen und äffische Immunschwächeviren in Menschen

Der Text unten ist ein Auszug aus dem Buch „AIDS – Herkunft, Verbreitung und Heilung“. Das vollständige Buch können Sie als E-Book (pdf, E-Pub) oder gedruckt im Shop erwerben.


Bei einer Rhesus-Äffin, die seit ihrer Gefangennahme als Jungtier 1972 in Southborough gehalten worden war und deren Käfig neben denen der infizierten Affen stand, trat 1980 ein Tumor hinter einem Auge auf. Ein Quetschbrei aus diesem Tumor wurde zwei Rhesus-Affen, MM 434-79 und MM 251-79 1980 eingespritzt. Diese Empfänger waren vor der Übertragung nicht immunologisch untersucht worden[1]. Sie können also bereits mit immunschwächenden Viren infiziert gewesen sein. Der männliche Affe MM 251-79 wurde zum Nährboden für Viren (SIVmac-251), mit denen Menschen u.a. in Senegal vorsätzlich infiziert wurden. Das läßt sich aus der öffentlich zugänglichen Literatur erschließen. Der zeitliche Ablauf der Veröffentlichungen deutet auf eine absichtlich falsche Darstellung der Ausbreitung hin:

August 1983: Chirurgische Übertragung von „natürlich vorkommendem“ Lymphom auf Rhesus-Affen u.a.auf MM 251-79 in NEPRC. MM 251-79 sei 1982 geschlachtet worden[2].

(In der Natur ist kein einziges Rhesus-Affen-Lymphom vorgekommen; d.V.)

September 1983: MM 251-79 hat AIDS. Weitere mit Lymphom-Gewebe von MM 251-79 traktierte Rhesus-Affen und ein weiterer Affe, insgesamt also vier, bekommen AIDS-kennzeichnende Erkrankungen wie Kryptosporidiose, Pneumocystis carinii-Lungenentzündung, Mycobacterium-avium-Komplex, Tbc und Streu-Tuberkulose[3].

Juni 1985: Nachweis eines Retrovirus aus Körpergewebe des Rhesus-Affen MM 251-79, das dem menschlichen Immunschwäche-Virus HTLV-III ähnelt[4].

Bis heute wurde dieses Virus nur in wenigen der Tausenden Rhesus-Affen in Forschungseinrichtungen gefunden und kein einziges Mal in freier Wildbahn[5].

Noch ein exotischer Erreger: das menschliche Retrovirus HTLV-I in Forschungsaffen aufgetaucht

Juni 1985: Serologische Bestimmung und Charakterisierung dieses „neuen“ Virus bei MM 251-79. Von den vier Rhesus-Affen mit Immunschwäche-Virus in Southborough haben drei Antikörper-Hinweise auf eine zusätzliche Infektion mit einem weiteren menschlichen Retrovirus, dem HTLV-I[6].

Vorinformierte Forscher

Juni 1985: Beschreibung, daß auch in 28 von 67 „wildgefangenen gesunden afrikanischen grünen Meerkatzen“ in Forschungsstätten in Boston (USA), in Kapstadt (Südafrika) und in Frankfurt Antikörper gegen ein Retrovirus, das mit dem menschlichem HTLV-III verwandt ist, vorhanden sind.

Die Tiere waren völlig gesund, gaben keinen Anlaß, bei ihnen nach AIDS-Erregern zu suchen. Als Grund für die Untersuchungen nannten die Wissenschaftler: „Wir suchten eine Augenscheinlichkeit für ein Virus, das mit HTLV-III verwandt ist, in Alte-Welt-Primaten aus Gegenden in Afrika, in denen menschliches AIDS vorkommt„. In Uganda sei HTLV-III schon 1972 gewesen[7]. Die „wildgefangenen“ Affen waren aus Kenia und Äthiopien stammende Meerkatzen, die seit Jahren (z.B. 1968) zum Teil in zweiter Generation in den Forschungsstätten gehalten wurden[8].

Antikörper nur gegen Viren, die aus dem Bostoner Affen MM 251-79 stammen

November 1985: In sieben der 27 afrikanischen grünen Meerkatzen in USA, Südafrika und Deutschland werden HTLV-III-verwandte Retroviren (STLV-IIIagm) mit Antikörpern nachgewiesen. Sie unterscheiden sich angeblich von den Viren in den Rhesus-Affen[9].

Mit der neuen Nachweismethode PCR[10] konnte 1988 die Herkunft der Viren in Boston, Kapstadt und Frankfurt bestimmt werden. Bei den isolierten Viren handelte es sich ausschließlich um SIVmac-251, das Virus von MM 251-79[11]. Die Antikörper beweisen, daß nicht die Blutproben jeweils durch äußerst seltene Viren verunreinigt wurden, sondern daß die Viren tatsächlich in den Tieren waren.

Ein Affe aus Boston, USA als Sextourist bei 20 Prostituierten in Dakar, Senegal?

Dezember 1985: Im Blut von 20 (von 289=7%) gesunden Prostituierten in Dakar und von 5 gesunden Patienten (von 122) einer dortigen chirurgischen Klinik wurden Antikörper nachgewiesen, die im Reagenzglas mit Viren, die in Afrikanischen Grünen Meerkatzen gezeigt worden waren, reagieren[12].

Auch hier wieder die Frage nach dem Grund der Untersuchung:

Warum werden nicht kranke Hunde und Katzen in New York und San Francisco untersucht, sondern gesunde Menschen in Senegal? Dort gab es keinen einzigen AIDS-Fall.

April 1986: Aus dem Blut der infizierten gesunden Prostituierten wurde ein Virus gezüchtet. Es war von dem Virus, das die USA-Wissenschaftler in den Blutproben der sieben Afrikanischen Grünen Meerkatzen gezüchtet hatten, nicht zu unterscheiden[13].

Mit u.a. diesem Hinweis wurde der Eindruck erweckt, aus Affen in Afrika sei über Menschen in Afrika HIV entstanden und in Menschen in NATO-Staaten gelangt. Die neue Nachweismethode PCR entlarvte aber auch hier die Täter. Auch in diesem Fall hatten Kanki, Essex und Mitarbeiter in den Blutproben aus Senegal genau das Virus aus dem Lymphknoten des einen Rhesus-Affen MM 251-79 in Harvard gezüchtet[14]. Die Antikörper beweisen, daß nicht die Blutproben jeweils durch äußerst seltene Viren verunreinigt wurden, sondern daß Viren aus Boston tatsächlich in den Personen in Dakar waren. Die Prostituierten waren vorher regelmäßig in der Klinik für Geschlechtskrankheiten behandelt worden.

Dieses Retrovirus STLV-III (=SIVmac-251) befällt und vermehrt sich in Kulturen von menschlichen Lymphozyten[15], ist also ein menschliches („H“)-Immuschwäche-Virus. Nach vier Jahren waren die Prostituierten weiterhin gesund. Der Anteil der HIV-2 (=HTLV-IV)-infizierten Prostituierten hatte sich jährlich um 0,5% auf knapp 10% erhöht beziehungsweise war nach acht Jahren gleich geblieben[16]. Die Infizierung mit dem Virus erfolgte unabhängig von der Dauer der Betätigung als Prostituierte[17]. Kanki und Mitarbeiter sagen, in einer menschlichen Blutprobe aus Dakar, die bereits zwischen 1975 und 1976 entnommen wurde, seien Antikörper gegen das Immunschwächevirus der Afrikanischen Grünen Meerkatze gefunden worden[18]. Die von ihnen zitierte Quelle, die die Herkunft der Probe beschreiben soll, macht aber keine Angaben, wo die Spenderperson zu Hause war[19].

Es ist ungewöhnlich, daß diese wichtige Angabe in einer epidemiologischen Studie unterlassen wird.

Februar 1987: In u.a. 30 Prostituierten und 36 Gefangenen in drei Städten der Elfenbeinküste werden 1986 Antikörper gegen die in den senegalesischen Prostituierten gefundenen Retroviren (=SIVmac-251; d.V.) nachgewiesen[20].

Ein drittes menschliches Retrovirus

Juli 1986: Bericht, daß von zwei AIDS-Kranken aus West-Afrika ein neues menschliches Retrovirus gewonnen wurde, das von Antikörpern gegen das Immunschwächevirus in Rhesus-Affen aus dem NERPRC erkannt wurde, diesem also sehr eng verwandt ist[21].

Nur einer der beiden zeigte tatsächlich der AIDS-Definition entsprechende Erscheinungen. 1983 hatten Durchfall, Gewichtsverlust und Lymphknotenvergrößerungen begonnen. Deswegen war er aus seiner Heimat Guinea-Bissau zur Behandlung in ein Krankenhaus in Lissabon gelangt. Der zweite Patient („ROD“) bekam Januar 1982 Fieber und Durchfall mit Gewichtsverlust. Darum wurde er aus seiner Heimat, den Cap Verdischen Inseln, Juni 1983 in das Pariser AIDS-Spezialkrankenhaus Claude Bernard geschickt. Er hatte keinerlei Krankheitszeichen mehr und fast sein ursprüngliches Gewicht erreicht. Der vom Schreiber Clavel behauptete Befall des Gehirnes mit Toxoplasmose kann nur vermutet werden, festgestellt werden könnte er nur nach dem Tode. Die Gesundung des nach Cap Verde zurückgekehrten Menschen spricht dagegen. Das Virus aus „ROD“ ähnelte dem SIVmac-251-Virus, war aber anders. Die Hüllen der Viren, nicht aber die Kerne, hatten gleiche Antigen-Eigenschaften[22].

Am häufigsten wurde dieses Virus HIV-2 in Anteilen der Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland verbreitet. Bei dort lebenden „Afrikanern“ wurde es in 4% gefunden. Bei „Afrikanern“ hingegen in Westafrika in 0,6%, bei „Afrikanern“ in Zentralafrika in 0,1%[23]. In Deutschland wurde es in Blutproben von 1984 festgestellt[24]. Dort scheinen erforderliche Kofaktoren für das Wirksamwerden des Virus zu fehlen. Die infizierten Personen waren gesund und hatten keine Immunschwäche.

Das aus dem Blut des gesunden Patienten „ROD“ gewonnene HIV-2 ROD wurde Prototyp der HIV-2 Viren.

Theorie vom Geschlechtsverkehr zwischen Menschen und Affen in Westafrika

Mai 1986: In leprösen, aber sonst gesunden Cebus-Affen in der Affenforschungsstätte New Orleans, USA sowie in Rhesus-Affen, auf die Lepra-Gewebe dieser Cebus-Affen übertragen worden war und die dann an AIDS erkrankten, wurden Retroviren, die dem STLV-IIImac (=SIVmac) der gefangenen Rhesus-Affen glichen, gezeigt[25].

Juli 1986: 14 von 15 untersuchten gefangenen Cebus-Affen tragen ohne Krankheitszeichen dieses Virus SIVsmm. Es ist unbekannt, ob es dasselbe ist, wie SIVmac-251[26].

Juni 1989: Drei Jahre nach der Beschreibung von Retroviren (SIVsmm) in gefangenen gesunden Cebus-Affen in USA-Forschungseinrichtungen behauptet die Forschungsleiterin Fultz, diese Viren wären auch in wild lebenden Cebus-Affen in „Westafrika“ nachgewiesen.

Zahlen, Ort, Zeit des Nachweises werden verschwiegen.Aber:

dieses (behauptete) Vorkommen außerhalb von Forschungseinrichtungen zusammen mit einer (behaupteten) weiten Verbreitung von HIV-2 ROD (= Cabo Verde-Vorkommen) unter Menschen in Westafrika sei Hinweis dafür, daß vor 30-40 Jahren aus einem Cebus-Affen Retroviren in einen Mensch gelangt seien und sich in das Retrovirus HIV-2 verwandelt hätten. Als Alternative bieten die USA-Wissenschaftler an, daß HIV-2 ROD von Menschen auf Affen gelangt sei und dort sich verwandelt hätte[27]. Daß HIV durch Insekten, Parasiten, Vögel, Fische, durch Seeleute und Touristen auf Menschen und Tiere in „Westafrika“ übertragen worden sein könnte, besprechen sie noch nicht einmal. Wie könnten Menschen Affen mit HIV infiziert haben? Bis heute gibt es keinerlei Hinweise darauf, daß wildlebende westafrikanische Cebus-Affen intravenös Drogen konsumieren, ungeprüfte Blutkonserven transfundieren, ungereinigte Blutprodukte benutzen, unsterilisierte Injektionskanülen mehrfach benutzen. Diese Möglichkeiten, sich mit dem Menschen-Virus anzustecken, scheiden für die Tiere aus. Da Menschen keine Affen beißen, muten uns die SchreiberInnen für die Übertragung von Mensch auf Tier den Geschlechtsakt zwischen einer westafrikanischen Person und einem wilden, 60cm großen Affen zu.

Wie könnten Menschen von Affen SIV erworben haben? Da bei inzwischen ca. 15 Millionen HIV-infizierten Menschen kein einziger Fall einer Übertragung durch Speichel (Ausnahme soll ein Zahnarzt in den USA sein, s. Kapitel 3.3.8) oder Beißen[28] bekannt ist, scheidet diese Möglichkeit auch für Westafrika für die Übertragung von Tier auf Mensch aus. Auch hier müssen wir uns die Übertragung des SIVsmm von einem Äffchen auf eine westafrikanische Person als zirkusreife Übung in einem Baumwipfel vorstellen.

Ein viertes menschliches Retrovirus

Das angebliche Vorgänger-Virus des HIV-2, das HIV-2-D205, befand sich ebenfalls in Deutschland; in einer gesunden Frau aus Ghana[29].

Dieses Virus ist ein weiteres menschliches Retrovirus.


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Abschnitt 4.8 aus dem Buch „AIDS – Herkunft, Verbreitung und Heilung“

AIDS – Herkunft, Verbreitung und Heilung

Dieser Text ist eine Kurzzusammenfassung des Buches „AIDS – Herkunft, Verbreitung und Heilung“. Das vollständige Buch können Sie als E-Book (pdf, E-Pub) oder gedruckt im Shop erwerben.


97% der Menschen, die HIV im Körper haben, wurden mit diesem Virus, das AIDS erzeugen kann, absichtlich angesteckt. Sie wurden dafür mit künstlich verbreiteten, kontrollierbaren Erkrankungen empfänglich gemacht. HIV wurde ihnen in Impfstoffen, Drogen, Bluttransfusionen und Nahrung, in HIV-haltigen Mikroben in Trikwasser und in Wasser für Schwimmbäder, in Insekten sowie durch Versprühen zugeführt. Nur ca. 3% der Betroffenen wurden – durch Geschlechtsverkehr oder als Neugeborene von infizierten Frauen – unabsichtlich infiziert. Dies kann bewiesen werden unter anderem mit der seit 1987 zur Verfügung stehenden Nachweismethode PCR.

HIV beeinträchtigt vor allem die Fähigkeit des Körpers, ihm unbekannte Krankheitserreger abzuwehren.

Die Erreger der hauptsächlichen AIDS-Krankheiten sind dreizehn äußerst seltene und z.T. neue Mikroben, die in der Luft und Nahrung absichtlich verbreitet werden.

HIV wurde aus dem Virus der Ansteckenden Blutarmut der Pferde entwickelt.

Die Forschung wurde bis 1945 vorrangig von Deutschland und Japan und seitdem hauptsächlich von den USA und Frankreich betrieben.

Die Erreger der AIDS-Krankheiten wurden hauptsächlich durch Wissenschaftler im Dienst von Militärs erforscht und besonders in Uganda und Zaire erprobt. Die Forschung wird unter Tarntiteln durchgeführt.

Die meisten AIDS/HIV-Betroffenen sind dunkelhäutige Menschen in einigen Staaten in Afrika, in den USA und der Karibik sowie in einigen Industriestaaten homosexuelle Männer und Personen, die Crack oder Heroin benutzen.

HIV-Infektionen und ausgebrochene AIDS-Erkrankungen sind heilbar.


Aus dem Buch „AIDS – Herkunft, Verbreitung und Heilung“.